Mitgliederinformation

Neues vom DJV

02. Nov. 2009 –

Tariferhöhung:

Zum 1. Oktober 2009 sind die Gehälter der Redakteurinnen/Redakteure bei Tageszeitungen um 1,6 Prozent erhöht worden. In Thüringen betrifft das die Beschäftigten bei Freies Wort und der Südthüringer Zeitung.
Bereits zum zweiten Mal wurde die Gehaltserhöhung den Redakteurinnen und Redakteuren bei der Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung nicht gewährt. Damit erhalten sie 4 Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Südthüringen. Nach Auffassung des Landesverbandes steht das in krassem Widerspruch zum WAZ-Kodex, in dem die Erklärung enthalten ist, dass sich die WAZ an geltende Tarifverträge hält.
Den Kolleginnen und Kollegen bei Freies Wort/Meininger Tageblatt wurde eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. Dazu soll es demnächst Gespräche mit den Gewerkschaften geben. Allerdings erhalten die dortigen Redakteurinnen und Redakteure mitunter nur zwei Drittel der flächentariflich vereinbarten Gehaltshöhen, was an der Grenze zur Sittenwidrigkeit liegt.

Tageszeitungen:

Zur Konferenz Tageszeitungen waren 50 Kolleginnen und Kollegen gekommen. Besonders das Impulsreferat von Prof. Haller (Uni Leipzig) bot viel Gesprächsstoff. Hier sind einige seiner Thesen:
-         In ca. 80 Prozent aller Tageszeitungsverlage herrschen schlechte Ausbildungsbedingungen für Volontärinnen/Volontäre;
-         Es gibt Redaktionen, die wie in den 70er, 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts arbeiten;
-         Tageszeitungen müssen mehr zur Vermittlung von Medienkompetenz leisten und die Kulturtechnik Journalismus erklären;
-         Schaffung des dualen Rundfunksystems war der Sündenfall, weil der Eindruck entstand, dass journalistische Informationen kostenlos zu haben sind.

Der Vortrag von Annika Sehl steht hier.
Mehr in der nächsten Ausgabe des Blickpunkt.

Krankengeld für Freie:

Ein Zugewinn an sozialer Sicherheit für die Freien beim Mitteldeutschen Rundfunk ist der  Tarifabschluss über Zahlungen im Krankheitsfall. Dadurch erhalten arbeitnehmerähnliche Personen beim MDR einen Anspruch auf Zahlungen im Krankheitsfall, die die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzen. Vom vierten bis zum 21. Krankheitstag erhalten Freie 90 Prozent von 1/365 der Jahresbezüge, vom 22. bis 42. Tag 70 Prozent und vom 43. Krankheitstag an 20 Prozent für maximal 46 Wochen. Der Tarifabschluss gilt auch für die arbeitnehmerähnlichen Freien beim Kinderkanal.

DJV-Verbandstag:

Am  kommenden Sonntag beginnt der Bundesverbandstag in Berlin. Bis Dienstag nächster Woche haben die Delegierten über Anträge, die sich mit den Veränderungen im journalistischen Alltag befassen, und Satzungsänderungen zu befinden sowie einen neuen Bundesvorstand zu wählen. Der Landesverband ist durch Petra Beck, Wolf-Dieter Bose, Marina Hube, Dr. Michael Plote, Dr. Eckhard Ullrich, Frank Michael Wagner sowie Wolfgang Marr und Ralf Leifer vertreten.