Tageszeitungen

Aktionstag bei Freies Wort und stz


Tageszeitungen sind wichtig für die Meinungsbildung in
einer demokratischen Gesellschaft. Deshalb muss der
Personalabbau gestoppt werden.
15. Okt. 2009 – Im Foyer des Verlagshauses von Freies Wort in Suhl versammelten sich heute mehr als 60 Beschäftigte 5 vor 12 zu einer Protestaktion. Damit schlossen sie sich dem Aktionstag an, der zur gleichen Zeit in Betrieben der Südwestdeutschen Medienholding (Stuttgart) und des Süddeutschen Verlags (München) stattfand. Aufgerufen hatten zu der Aktion die Betriebsräte der beiden Konzerne, um gegen Personalabbau, Ausgliederungen und Tarifflucht zur Absenkung der Löhne und Gehälter sowie gegen die Erhöhung der Arbeitszeit zu protestieren.

In Suhl forderten die Beschäftigten die Erhaltung des Druckstandortes. Bedroht von der Schließung sind die Arbeitsplätze von ca. 100 Beschäftigten im Druckzentrum. Die Druckereimitarbeiter ließen Luftballons steigen, an denen Zettel mit der Aufschrift „Wann fliege ich?“ oder „Ich will arbeiten, nicht fliegen!“ hingen. Die Beschäftigten der Südthüringer Zeitung in Bad Salzungen unterstützen die Drucker in ihrer Forderung. Sie befürchten wie auch die Redakteurinnen und Redakteure in Suhl, dass sich die Zulieferung von Inhalten aus Stuttgart für die Mantelseiten in Südthüringen negativ auf die Akzeptanz der Zeitungen auswirkt. Schlechtere Produkte wiederum werden zu Absatz- und Umsatzrückgängen führen. Die Reaktion darauf werden weitere Personalabbaurunden sein – eine Spirale nach unten.

Auch bei der Frankenpost (Hof) und bei Neue Presse (Coburg, die zur Verlagsgruppe Hof-Coburg Suhl gehören, protestierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen den Personalabbau. In Coburg sind seit 2000 insgesamt zwei Drittel der Arbeitsplätze abgebaut worden. Zuletzt durch die Schließung der Satzvorstufe, die nun am Standort Suhl konzentriert worden ist.