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09. Dezember 2016

MDR

Intensive Diskussion - aber noch keine Lösungen!

Gestern wurden die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften mit der Geschäftsleitung über die Dynamisierung der Effektivhonorare beim MDR fortgesetzt. Folgende Themen wurden weiter diskutiert:

 

  • „Standardisierte“ Werkshonorare, die in einem noch zu definierenden Zeitraum regelmäßig beauftragt und gleich bezahlt wurden, sollen in die Dynamisierung der Effektivhonorare einbezogen werden. Dazu wird die Geschäftsleitung des MDR einen Formulierungsvorschlag unterbreiten.


  • Weiterhin vom MDR abgelehnt wurde die gewerkschaftliche Forderung, den Nachhaltigkeitsfaktor aus der letzten Tarifrunde in Höhe von 4,4 Prozent als Grundlage für die Dynamisierung anzuerkennen. Dies sei politisch nicht vermittelbar, nicht finanzierbar und stelle eine Besserstellung im Vergleich zu den festen MitarbeiterInnen des MDR dar! Das Angebot des MDR lautet 2,1 Prozent für den Nachhaltigkeitsfaktor. Für die gewerkschaftliche Tarifkommission sind die Begründungen für eine „halbe Nachhaltigkeit“ nicht nachvollziehbar.


  • Die von den Gewerkschaften im Zusammenhang mit der Dynamisierung angesprochenen Anpassungen der BTV-Angebotsgarantie sowie der Erhöhung der Jahresverdienstgrenze im 12a-Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie MitarbeiterInnen will der MDR prüfen.


  • Zur Selbstverpflichtung des MDR zur cross- und multimedialen Honorierung freier Mitarbeiter schlägt der MDR vor, die Test- und Erprobungsphase bis zum 31.12.2017 zu verlängern, um weitere Erfahrungen zu sammeln und in dem Zeitraum über den neuen Tätigkeits- und Honorarkatalog zu verhandeln. Dabei sollen für neu verhandelte höhere Mindesthonorare ab dem 1.1.2017 rückwirkend die Differenzen nachgezahlt werden. Der MDR will dazu im Februar 2017 den Gewerkschaften erste Vorschläge für den Bereich Hörfunk übermitteln.

 

Der nächste Verhandlungstermin ist der 02.03.2017.