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28. Mai 2018

Vergütungsrunde Tageszeitungen

Warnstreik in Suhl und Bad Salzungen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Redakteurinnen und Redakteure von Freies Wort und Südthüringer Zeitung heute zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Redakteurinnen und Redakteure der HCS Content GmbH in Coburg zeigen sich solidarisch und folgen dem Aufruf des DJV zu einem Solidaritätsstreik. Die Beschäftigten der in Oberfranken ansässigen Firma arbeiten in Redaktionen des Freien Worts, der Südthüringer Zeitung, der Neuen Presse Coburg und der Frankenpost zu Bedingungen, die bis zu einem Drittel unter denen der Stammbelegschaft liegen.

 

Die Journalistinnen und Journalisten unterstützen die DJV-Positionen in den Verhandlungen mit den Tageszeitungsverlegern, die am 4. Juni 2018 in Berlin fortgesetzt werden.

 

Das bisherige Angebot der Verlegervertreter liegt deutlich unter der Teuerungsrate. Einen weiteren Reallohnverlust wollen die Beschäftigten jedoch nicht hinnehmen. „Wir lassen uns nicht abhängen und wollen nach Jahren mit Reallohnverlust endlich einen Zuwachs“ erklärt Heidje Beutel, Vorsitzende des DJV Thüringen. „Die DJV-Forderung von 4,5 Prozent Gehaltszuwachs ist nicht maßlos, sondern wegen der hohen Arbeitsbelastung in den Redaktionen berechtigt.“

 

Die Redakteurinnen und Redakteuren der beiden einzigen Zeitungstitel in Thüringen, in denen die Arbeitsbedingungen tariflich geregelt sind, treten mit ihrem Arbeitskampf der Entwertung des Berufs Journalist durch die Verlagsvertreter entgegen. Wer sehr gut ausgebildete Hochschulabsolventen mit Erfahrung im Journalismus haben will, muss einen adäquaten Lohn anbieten. Die Zukunft des Journalistenberufs ist deshalb eng mit der Zukunft der Tageszeitungen verknüpft.