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23. März 2019

Klares Signal des DJV an die MGT-Beschäftigten

Kämpft mit uns für Eure Jobs!

Respekt für die Arbeit des jeweils anderen soll das Verhältnis von Polizei und Medien prägen. Mariana Friedrich moderierte die Diskussion mit Thüringens Polizeipräsident Frank-Michael-Schwarz. Foto: Dr. Bernd Seydel

DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring diskutierte engagiert mit. Nach Thüringen kommt er gern, weil die Sacharbeit dominiert und Vereinsmeierei keine Chance hat. Foto: Dr. Bernd Seydel

Das Ehrenamt im DJV macht auch Spaß, wie man in den Gesichtern von Doreen Huth und Elke Müller-Siedhoff zweifelsfrei ablesen kann. Foto: Dr. Bernd Seydel

Beim Landesverbandstag des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Thüringen in Weimar haben die Mitglieder unter anderem einen Antrag einstimmig beschlossen, der sich gegen die geplanten Stellenstreichungen bei der Mediengruppe Thüringen wendet. Der DJV fordert von der Funke-Mediengruppe, dass die Digitalisierung nicht zu einem weiteren Stellenabbau in den Redaktionen führen darf. Die Zukunft guten Journalismus liegt im Lokalen. Der Antrag fordert deshalb eine Stärkung der lokalen Berichterstattung. Das geht nur, indem in Personal investiert wird. Um dem geplanten Stellenabbau bei der MGT entgegenwirken zu können, ruft die Gewerkschaft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zeitungstitel auf, sich zu organisieren. „Denn nur gemeinsam kann man sich weiteren Sparvorgaben aus Essen wirksam entgegenstellen.“

 

In einem weiteren Antrag fordert der DJV Thüringen die Redaktionen auf, von Polizei, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und anderen Einsatzkräften angebotene Fotos und Videos von Einsätzen nur dann zu nutzen, wenn es keine von hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten angebotene Alternativen gibt. Vorrang hat immer die unabhängige und von einer Außensicht geprägte Berichterstattung, die nur durch Journalistinnen und Journalisten gewährleistet werden kann.

 

Passend zu dem Antrag wurde der Landesverbandstag mit einer spannenden Diskussion zur Zusammenarbeit von Polizei und Presse eröffnet. Landespolizeipräsident Frank-Michael Schwarz stellte sich den Fragen und Diskussionen der Anwesenden. Er ging offen in den Dialog mit den Journalistinnen und Journalisten. Kritisch reflektierte er die eigene Arbeit, warb für Verständnis auf Seiten der Polizei und bot den konkreten Austausch an. Angesprochen wurde die Ausbildung von Polizistinnen und Polizisten im Bereich der Pressearbeit und des Presserechtes, der Umgang miteinander auf Demonstrationen oder die Wahrung presserechtlicher Grundsätze in Gefahrenlagen. Frank-Michael Schwarz lud den DJV ein, sich in die Ausbildung künftiger Einsatzkräfte einzubringen. Er betonte, die persönliche Begegnung miteinander helfe beiden Seiten, Verständnis füreinander zu entwickeln.

 

Auf dem Landesverbandstag wurde schließlich ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzende bleibt Heidje Beutel. Als Stellvertreterinnen wurden wieder Mariana Friedrich und Doreen Huth gewählt. Dem Vorstand gehören weiterhin an Ninette Pett als Schatzmeisterin und die Beisitzerinnen und Beisitzer Toni Spangenberg, Dr. Bernd Seydel und Ulrike Tenta.

 

Der Vorstand kommt am 9. April um 19 Uhr in der DJV-Geschäftsstelle in Erfurt, Anger 44, wieder zusammen. Die Mitglieder sind eingeladen, sich einzubringen. Anmeldung: info@djv-thueringen.de.

 

Der nächste Landesverbandstag findet 2020 in Erfurt statt. Damit kehrt der DJV Thüringen in seinem 30. Jahr des Bestehens an seinen Gründungsort zurück.