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20. Juli 2011

MDR-Vergütung

Offener Brief der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften haben sich heute mit einem Offenen Brief an die MDR-Geschäftsleitung gewandt, in dem sie die Erwartungshaltung für die nächste Verhandlungsrunde am 25. Juli 2011 ausdrücken. Sie sehen sich in Übereinstimmung mit einer großen Anzahl von Beschäftigten, die auf eine Umfrage reagiert hat. Hier ist der Wortlaut:

 

Offener Brief

 

Wir möchten Sie vor unserer nächsten Verhandlungsrunde zu den Gehältern und Honoraren im MDR gern über das Ergebnis der von den Gewerkschaften durchgeführten Umfrage unter den festen und freien Mitarbeitern in Kenntnis setzen.

 

Die Resonanz auf den Fragebogen war erfreulich hoch. Eine deutliche Mehrheit der Antworten unterstützt die Verhandlungsposition der Gewerkschaften und hält das bisherige Angebot der MDR-Geschäftsleitung für nicht ausreichend und nicht akzeptabel.

 

Entscheidend hierbei ist zunächst die Erwartung, dass der MDR ein Zeichen setzt für seine Bereitschaft, die Gehälter stufenweise an das ARD-Niveau anzugleichen. Selbst die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hatte erst vor wenigen Tagen gleiche Löhne in Ost- und Westdeutschland gefordert und nannte die derzeit noch bestehenden Unterschiede „höchst ärgerlich“.

 

Ebenfalls als äußerst wichtig stuft die große Mehrheit der Antworten eine tatsächliche Steigerung der Honorare für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Auch hier wird das bisherige Angebot des MDR als nicht ausreichend und nicht akzeptabel eingeschätzt.

 

Für die Gewerkschaften bedeutet das, dass wir von Ihnen für die Verhandlungsrunde am kommenden Montag ein in den genannten Kernpunkten deutlich verbessertes Angebot erwarten. Dazu gehört für uns auch, dass der MDR die im Ergebnis der Tarifrunde 2011 vereinbarten Steigerungen bei Gehältern und Honoraren entsprechend in die Wirtschaftspläne der kommenden beiden Jahre einarbeitet, damit der Handlungsspielraum der für die Programme des MDR verantwortlichen Bereiche nicht weiter eingeschränkt wird.

 

Wir möchten es nicht versäumen, Sie an dieser Stelle auch darauf hinzuweisen, dass 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer zur Durchsetzung unserer Forderungen ihre Bereitschaft zum Arbeitskampf signalisiert haben.