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06. September 2017

Vergütungsrunde 2017

Erneut Streik beim MDR und KIKA

Der DJV Thüringen hat die Beschäftigten des MDR und KIKA am Standort Erfurt zum befristeten Streik am 6. September 2017 ab 8.00 Uhr aufgerufen. Damit erklären sich die Kolleginnen und Kollegen solidarisch mit den in Leipzig bereits Streikenden und unterstützen die Gewerkschaften in ihren Forderungen.

 

Um 9.00 Uhr beginnt ein Spitzengespräch mit der MDR-Geschäftsleitung, an dem auch die Intendantin teilnimmt. Es soll der Versuch zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen werden.

 

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des MDR setzten gestern ihre befristeten Warnstreiks fort. In Leipzig und Dresden kamen am Dienstag knapp 400 Streikende zusammen und forderten die Geschäftsleitung auf, ihr Angebot vom Montag zu verbessern.

 

Zwei Punkte waren dafür ausschlaggebend: Im MDR wird 365 Tage im Jahr gearbeitet. Wer am Sonn- und Feiertag zum Dienst kommt, soll dafür angemessen entschädigt werden. Der MDR hat angeboten, die Zuschläge für Freie 2017 und 2018 um je 5 Prozent anzuheben. Die streikenden Kolleginnen und Kollegen haben das als zu niedrig abgelehnt. Derzeit erhalten Freie 20 Prozent des Mindesthonorars als Aufschlag für Sonntagsdienste, für Feiertage 75 Prozent.

 

Steigende Gehälter und Honorare nützen zudem nichts, wenn im Gegenzug Stellen, Schichten und Aufträge gekürzt werden. Der MDR war nicht bereit, das auszuschließen. Auch deshalb konnten die Kolleginnen und Kollegen dem Angebot des MDR nicht zustimmen.

 

Die Geschäftsleitung bietet derzeit eine Vergütungserhöhung von 2,2 Prozent für 2017 und 2,35 für 2018 an. Das entspricht zwar dem Abschluss von SWR, NDR und öffentlichem Dienst der Länder. Damit wird aber der Abstand zum Tarifniveau der ARD nicht geringer, der nach früheren Angaben der MDR-Geschäftsleitung 8 Prozent beträgt.