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Pressemitteilung

Wieder Gewalt gegen Journalisten - wieder Fretterode

26.03.2026

Erneut sind in Fretterode Journalisten angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden die Kollegen am Mittwochabend (25.03.2026) bei Dreharbeiten vor dem Anwesen des Rechtsextremisten Thorsten Heise verletzt. 

„Angriffe auf Journalist:innen empfinden einige inzwischen offensichtlich als normal“,  so die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes in Thüringen, Mariana Friedrich. „Dabei können sich Täter häufig absurderweise genau in dem Rechtsstaat sicher fühlen, den sie delegitimieren und bekämpfen.“ 

Bereits vor acht Jahren waren Journalisten bei einer Recherche in Fretterode von bekannten Rechtsextremisten angegriffen und verletzt worden. Es dauerte fast vier Jahre, bis es zum Prozess kam, eine Reihe von Ermittlungspannen sorgte zudem für Aufsehen. Das Urteil selbst war eher milde und wurde bundesweit kritisiert. Nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil zu Recht aufgehoben hatte, begann im Dezember 2025 die Neuauflage des Strafprozesses.

 „Diese Tat beweist, dass das Ersturteil nicht geeignet war, die Pressefreiheit und damit unsere Demokratie zu verteidigen“, so Mariana Friedrich weiter. „Der DJV Thüringen hatte damals eine Signalwirkung in die völlig falsche Richtung befürchtet. Leider sind unsere Befürchtungen nun bestätigt worden.“

„Wer Journalistinnen und Journalisten angreift, hat kein Interesse an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, ergänzt Sebastian Scholz, Geschäftsführer des DJV Thüringen. „Der Rechtsstaat muss unter Beweis stellen, dass er wehrhaft ist und demokratische Grundprinzipien wie die Pressefreiheit  verteidigt. Sonst sind weitere derartige Taten nur eine Frage der Zeit.“ 

Nach Polizeiangaben wurden zwei Tatverdächtige ermittelt und festgenommen. 


Für Rückfragen: Geschäftsführer Sebastian Scholz (Tel.: +49 361 5660529)