Bericht
Zukunftsweisender Landesverbandstag
"Zukunftsweisend" klingt abgedroschen, ist aber in diesem Fall wirklich so: Die Mitglieder haben die Weichen gestellt.
Am 23. Mai 2026 veranstaltete der DJV Thüringen - online - seinen turnusgemäßen Landesverbandstag, also die Versammlung der Mitglieder, das höchste Gremium im Deutschen Journalisten-Verband. Auf der Tagesordnung standen diesmal zwar keine Vorstandswahlen, wegweisend waren die Beschlüsse dennoch.
Denn der DJV Thüringen wird mit dem DJV Berlin - JVBB und dem DJV Mecklenburg-Vorpommern konkrete Fusionsverhandlungen aufnehmen. Die Mitglieder stimmten einem entsprechenden Antrag des Vorstands mit dem Titel “Zukunft DJV Thüringen” einstimmig zu. Grund für die Aufnahme der Verhandlungen ist die Branchen- und damait die Verbandsentwicklung. Immer weniger Menschen arbeiten im Journalismus, was gleichbedeutend ist mit immer weniger potentiellen DJV-Mitgliedern. Konkret: Es treten mehr Menschen aus dem DJV aus nach neue nachfolgen.
Noch bekommt der DJV Thüringen die daraus resultierenden Einnahmeausfälle gestemmt und auch Rücklagen sind reichlich vorhanden. Aber man verhandelt besser aus einer Position der Stärke heraus als dann, wenn einem das Wasser schon bis zum Hals steht. Nun mag man sich vielleicht fragen warum ausgerechnet zwei DJV-Landesverbände Fusionspartner sein sollen, mit denen Thüringen nicht einmal eine gemeinsame Landesgrenze hat. Die Antwort ist einfach: Das soll erst der Anfang sein!
Perspektivisch soll es einen DJV in den östlichen Bundesländern geben - so wie es auch schon einen DJV Nord gibt. Und vermutlich bald auch einen DJV Süd-West, denn auch die Verbände in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen fusionieren. Den Anfang machen jetzt also Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im kommenden Jahr sollen die Mitglieder der Verbände zur Abstimmung über die Fusion gebeten werden.
Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder des DJV Thüringen auf dem Landesverbandstag 2026 eine veränderte Beitragsordnung. Künftig können Kolleg:innen mit einem Grad der Behinderung (GdB) ab 50 vom Mindestbeitrag (15 € / Monat) profitieren. Die Idee dazu wurde im Bundesfachausschuss “Chancengleichheit & Diversity” geboren, wo wir mit unserem Vorstandsmitglied Jonas Wölke vertreten sind. Wer übrigens wissen möchte, was der Vorstand des DJV Thüringen eigentlich so macht, liest am besten in dessen Bericht nach.
Und nicht zuletzt wurde von den Mitgliedern diejenigen gewählt, die unseren Verband im November beim Bundesverbandstag 2026 in Wiesbaden vertreten werden. Es sind Doreen Huth, Lisa Milke, Jonas Wölke und Dr. Henryk Balkow.